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Der Einsatz von Cookies im Affiliate Marketing ist eine vielseitig eingesetzte und übliche Methode, die Customer Journey zu tracken und die Verkäufe zu messen. Wird die Verwendung der Cookies jedoch missbraucht, spricht man von Fraud, also Betrug im Affiliate Marketing. Auch das Cookie Spreading, mit dem wir uns hier beschäftigen möchten, fällt unter solche Fraud-Methoden. Was genau Cookie Spreading eigentlich ist und wie Sie betrügerische Absichten im Affiliate Marketing aufdecken können, erfahren Sie in diesem Beitrag. Auf geht’s!

Was ist Cookie Spreading?

Um zu klären, was Cookie Spreading ist, sollten wir zunächst näher auf den Begriff des Cookies eingehen. Sogenannte Cookies sind kleine Datensätze, die im Browser eines Internetnutzers gespeichert werden. Im Affiliate Marketing werden Cookies eingesetzt, damit die Betreiber der Partnerprogramme Verkäufe messen und diese einzelnen Publishern zuordnen können. Klickt ein Nutzer auf der Website eines Publishers einen Werbebanner oder einen Textlink an, gelangt dieser auf die Seite des Merchant, dem Programmbetreiber. Durch diesen Klick auf das Werbemittel wird im Browser des Nutzers nun ein Cookie gespeichert. Dieser enthält Informationen, über welche Seite der Nutzer den Shop erreicht hat. Ein anschließender Verkauf kann so dem jeweiligen Seitenbetreiber, dem Affiliate, zugesprochen werden, sodass dieser die verdiente Provision erhält.

So viel zu dem eigentlichen Sinn von Cookies im Affiliate Marketing. Da sich mit den Cookies Geld verdienen lässt, ist es nicht verwunderlich, dass auch hier Betrug begangen wird. Die Gier nach Provisionen und Vorteilen gegenüber anderen Affiliates bringt so manchen Publisher dazu, die Möglichkeiten bei der Verwendung von Cookies für betrügerische Maßnahmen zu missbrauchen. Gängig ist dabei neben dem Cookie Spreading auch das Cookie Dropping im Affiliate Marketing, über das Sie in unserem Blog mehr erfahren können.

Wie läuft Cookie Spreading ab?

Zu einer der am häufigsten verwendeten Betrugsmaschen im Affiliate Marketing gehört das Cookie Spreading. Vom englischen Wort “to spread” bedeutet das Cookie Spreading so viel wie die Verbreitung von Cookies. Dabei handelt es sich jedoch nicht um normale Cookies, sondern um gefälschte. Über eine meist gut besuchte Website oder ein manipuliertes Werbemittel werden dabei gefälschte Cookies verteilt und vorhandene Cookies anderer Affiliates überschrieben.

Erzielt der Nutzer nun eine Conversion auf der Website des Merchants, wird die Provision nicht mehr dem ursprünglich berechtigten Affiliate zugewiesen, sondern dem Betrüger. Somit entgeht dem ehrlichen Affiliate die verdiente Provision, während der Betrüger von dieser profitiert, ohne jegliche Werbeleistungen erbracht zu haben. Besonders gut funktioniert die Verbreitung von Cookies auf großen und sehr gut frequentierten Webseiten. Hier kaufen meist so viele User ein, dass selbst ein kleiner Prozentsatz der vom Betrug betroffenen User ausreicht, um als Affiliate richtig Geld zu machen.

Wer profitiert von Cookie Spreading im Affiliate Marketing?

Der einzige Profiteur des Cookie Spreadings ist der betrügerische Publisher. Dieser verbreitet gefälschte Cookies und überschreibt somit die “ehrlichen” Cookies der eigentlichen Werbeleistenden. Somit erhält der Betrüger bei erfolgreicher Conversion des betroffenen Users eine Provision, ohne jegliche Werbeleistung erbracht zu haben. Damit stellen sich auch schon die Geschädigten und am meisten Betroffenen der Fraud-Methode heraus: Cookie Spreading schadet vor allem den ehrlichen Affiliates, aber auch dem vom Betrug betroffenen Merchant.

Alle ehrlich agierenden Publisher im Affiliate Marketing werden durch die betrügerischen Maßnahmen ausgebremst oder sogar ganz übergangen. Wird beim Cookie Spreading der bereits vorhandene Cookie eines Affiliates überschrieben, erhält dieser bei einer erfolgreichen Conversion gar keine Provision, obwohl diese durch die erbrachte Werbeleistung verdient wäre. 

Doch auch der Merchant, also der Programmbetreiber, ist durch den Betrug betroffen. Dessen Ziel ist es, den ehrlichen Affiliates die verdiente Provision für eine erbrachte Werbeleistung auszuzahlen. Fällt der Merchant nun Betrügern zum Opfer, wird dieser aufgrund des Cookie Spreadings Vergütungen an Publisher auszahlen, die nie eine Werbeleistung erbracht haben. Viel schlimmer noch, wenn die Cookies wahllos verbreitet wurden und somit Provisionen für Nutzer ausgezahlt werden müssen, die nie ein Werbemittel angeklickt haben.

Wie kann Cookie Spreading im Affiliate Marketing vermieden werden?

So viel zu den Problemen und Nachteilen, die sowohl für die ehrlichen Affiliates als auch für den Merchant auftreten. Doch wie können Sie sich vor Betrug durch Cookie Spreading im Affiliate Marketing schützen? Dabei geht es besonders um Maßnahmen zur Fraud Protection, also um die gezielte Aufdeckung von Betrug im Affiliate Marketing und dem Schutz vor eben solcher. Dazu haben wir mögliche Maßnahmen einmal übersichtlich aufgelistet:

  • Die Betreibung der Affiliate Kampagne über ein Netzwerk hilft dabei, Betrug aufzudecken und auch zu vermeiden. Die großen Netzwerke wie AWIN oder Adcell betreiben meist schon intensive Maßnahmen zur Fraud Protection
  • Professionelle Softwares decken ungewöhnliche Aktivitäten wie das Cookie Spreading im Affiliate Marketing auf. Diese kommen meist in den Netzwerken zum Einsatz, können aber auch dem einzelnen Merchant dabei helfen, sich aktiv vor Cookie Spreading und anderen Fraud-Methoden zu schützen
  • Auch manuelles Fraud-Management durch den Merchant oder die betreuende Affiliate Marketing Agentur hilft dabei, Betrugs-Maßnahmen aufzudecken. 
  • Im Zusammenhang mit Betrug ist oftmals eine ungewöhnliche Veränderung der Klickzahlen festzustellen. Liegt ein sprunghafter und sehr schneller Anstieg der Klickraten und Provisionen vor, so ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Betrug auszugehen.
  • Prüfen Sie als Merchant regelmäßig Ihre Affiliate Marketing Kampagne. Tauchen unbekannte und nicht zuzuordnende Publisher oder Bestellnummern auf, sollten Sie diese unbedingt hinterfragen und überprüfen.

Bereits mit einer regelmäßigen Routine bei der Prüfung von Provisionen, Sales und Publishern, kann den Folgen eines Betrugs durch Cookie Spreading oder ähnliches aktiv vorgebeugt werden. Professionelle Tools und die Betreibung der Kampagne über ein hochwertiges Netzwerk können Ihnen zusätzlich helfen, Cookie Spreading im Affiliate Marketing aufzudecken und zu vermeiden.

Fazit zum Cookie Spreading im Affiliate Marketing

Auch wenn sich die Fraud-Methode zunächst für den betrügerischen Affiliate zu lohnen scheint, werden die Maßnahmen zur Aufdeckung durch Netzwerke und Software immer besser. Stellt ein Netzwerk oder ein Merchant einen Betrug durch den Affiliate fest, wird dieser meist nicht aus den Netzwerken ausgeschlossen, sondern muss auch mit empfindlichen Strafen und der Rückzahlung von bereits ausgezahlten Provisionen rechnen. 

Mit aktiven Maßnahmen zur Fraud Protection können Sie sich als Merchant vor den erheblichen Schädigungen durch betrügerisch generierte Provisionen schützen. Daher ist ein ganzheitliches Fraud-Management ein wichtiger Bestandteil der Affiliate-Marketing-Strategie und der umfassenden Betreuung der Affiliate-Kampagne. Gerne unterstützen wir Sie als Affiliate Marketing Agentur dabei, Ihre Vorteile im Affiliate Marketing auszuschöpfen und eventuellen Nachteilen durch Betrug vorzubeugen. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf und starten Sie jetzt mit Affiliate Marketing durch!

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