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Allein Im Jahr 2019 schlossen mehr als 7.000 Filialen des traditionellen Einzelhandels aufgrund rückläufiger Kundenumsätze und erhöhter Konkurrenz im Onlinehandel. Beispielsweise konnte Amazon 2019 48 % aller E-Commerce Umsätze für sich gewinnen. Während der traditionelle Einzelhandel weiterhin stirbt, boomt der Online-Verkauf und bietet immer mehr Möglichkeiten für diverse Branchen.

Im folgenden Blogbeitrag erfährst du, wie du diesen Boom für dich nutzen kannst. Welche E-Commerce Strategien stehen dabei zur Auswahl oder gibt es die eine perfekte
Strategie
? Welche Ausrichtung steigert deine Bekanntheit und bringt deine Conversion nachhaltig zum Wachsen? Die Antworten darauf findest du bei uns. Los geht’s!

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine E-Commerce Strategie?

Einfach ausgedrückt ist die E-Commerce Strategie die Art und Weise, wie ein Unternehmen die eigenen Produkte im
Onlinehandel vertreibt
. Die Auswahl für dein Unternehmen sollte durchdacht und mit Plan erfolgen. Es gibt dabei verschiedene Faktoren, auf die du bei der Wahl deines E-Commerce Konzeptes achten solltest. Einige Punkte und Strategien werden wir dir im Folgenden erläutern.

Willkommen im E-Commerce Wunderland – aber wie findest du dich hier zurecht?

Für die erste Orientierung ist es wichtig, dass du deine Ziele
definierst
. Mit welchem Aufwand, zeitlich und auch finanziell, möchtest du welches Ergebnis erzielen? Als nächstes ist es unerlässlich, dass du deine
Zielgruppe bestimmst und herausarbeitest, welche Verkaufskanäle sie präferiert. Wie sehen die Bedürfnisse deiner potenziellen Käufer aus und welchen Service setzen sie voraus? Sich einen Überblick über deine direkten Marktbegleiter und ihre E-Commerce Lösungen zu verschaffen, gibt dir ebenfalls eine Orientierung.

Natürlich solltest du darüber hinaus genau bestimmen, welche Produkte und Dienstleistungen für deinen Onlinehandel geeignet sind.

Beleuchtung der beliebtesten E-Commerce Strategien 

Die letzten Jahre zeigen, dass die folgenden 3 E-Commerce Strategien zu den Erfolgreichsten zählen: Online-Marktplätze, E-Mail Marketing und Social Media Marketing.
Aber welche Vorteile bieten diese Plattformen und welche davon bringt dir das größtmögliche Wachstum?

1. Online-Marktplätze

Die wohl bekanntesten Marktplätze sind Amazon, eBay und Alibaba. Diese eignen sich hervorragend für niedrig bis mittelpreisige physische Produkte. Hochpreisige Produkte stellen sich hier einigen Herausforderungen. Besonders Amazon bietet eine breite Palette an Zielgruppen. Von jung bis alt, ist jede Zielgruppe vertreten, die ihr Produkt schnell erhalten will und zusätzlich einen akzeptablen Service erwartet.

Neben den allseits bekannten Marketplaces bekommen derzeit besonders die Plattformen ein Gesicht, die sich
mit aktuellen Themen befassen, wie zum Beispiel Nachhaltigkeit. Steht dein Produkt
beispielsweise für Nachhaltigkeit, findest du deine Zielgruppe unter anderem bei Avocadostore. Als
360°-Online-Marketing-Agentur beraten wir dich gerne zum Thema Marktplatz Optimierung und mehr.

Die generelle Zielgruppe für den Bereich der Marktplätze ist sehr breit gefächert. Beispielsweise waren die häufigsten Amazon-Nutzer im Jahr 2020 zwischen 20-39 Jahre alt. Dabei lag der Käuferanteil der weiblichen Zielgruppe bei knapp 49 %, so dass man keinen geschlechterbasierten Trend erkennen kann. Bei über 59 % der
verkauften Produkte handelte es sich um den Bereich Kleidung. Auch der Bereich Technik glänzt mit einer hohen Beliebtheit bei den Kunden der Online-Marktplätze. Das heißt, du hast auf den Marktplätzen eine gute Chance, wenn dein Produkt bereits bekannt ist, es sich dabei beispielsweise um Kleidung, Technik, Sportequipment oder Ähnliches handelt. und die Produkte im besten Fall selbsterklärend sind. Zudem erhöhst du deine Erfolgsquote, wenn du beide Geschlechter in einem Alter von 20-39 ansprichst.

Darüber hinaus kommen auf dich als Händler verschiedene Kosten auf den jeweiligen Marktplätzen zu, welche du ebenfalls berücksichtigen solltest. Schauen wir uns diese im Folgenden einmal genauer an.

Amazon

Als Nutzer/in des Standardkontos hast du keine Abonnementgebühren. Du zahlst nur Provisionen aus Verkäufen, in der Regel ca. 1,00 GBP pro Artikel (dies hängt jedoch von der Kategorie ab). In diesem Modell kannst du lediglich 33 Artikel pro Monat verkaufen.

Die PRO-Kontonutzer haben erheblich größere Möglichkeiten. Es gelten keine mengenbezogenen Einschränkungen. Sie müssen jedoch ein monatliches Abonnement über GBP 25.00 abschließen. Amazon berechnet möglicherweise keine Provision für den Fall, dass einzelne Artikel nur geringfügig verkauft werden. Bei einem höheren Umsatz fällt eine
Provision an
, die üblicherweise zwischen 10 und 15 % liegt.

eBay

eBay erhält ebenfalls Verkaufsprovisionen, die sich wie folgt zusammensetzen:

Sie setzt sich aus einem kategorieabhängigen Prozentsatz des Endbetrags der Transaktion und einem Betrag von 0,05 Euro pro verkauftem Artikel zusammen. Der Endbetrag der Transaktion ergibt sich aus dem Verkaufspreis, den Kosten für Verpackung und Versand sowie allen anderen Kosten, wie zusätzlicher Versandversicherung oder Verwendung einer
Geschenkverpackung. Die Verkaufsprovision beträgt maximal 99,00 Euro pro Artikel. Bei der Einrichtung eines eBay-Shops hast du die Wahl zwischen einem Basis Shop für 39,95 Euro oder dem Premium Shop für 299,95 Euro monatlich.

Alibaba

Der erste Schritt ist die Registrierung eines Verkäuferkontos bei AliBaba. Du hast drei Möglichkeiten: kostenloses Konto, GoldSupplier Basic (699 USD pro Jahr) und GoldSupplier Standard (2999 USD pro Jahr).

2. E-Mail Marketing/ Newsletter Marketing 

Der Klassiker unter den E-Commerce Strategien ist das Newsletter beziehungsweise E-Mail Marketing. Zum einen gelingt der E-Mail Versand auf diese Weise vollautomatisch, unkompliziert und schnell. Die persönliche Anrede des Kunden schmeichelt ihm und er fühlt sich wertgeschätzt. Besonders für die Kundenbindung,
Kundenwiedergewinnung und somit für die langfristige Erhöhung deiner Conversion Rate ist das ein wichtiges Tool.

Jede Mail sollte mit einem Anreiz zum Klicken versehen sein, einem sogenannten Call-to-Action Button. Egal ob es sich um einen frühzeitigen Zugang zu Verkaufspreisen oder um einen einlösbaren Gutscheincode handelt. Im Gegensatz zum klassischen Mailing, fallen beim E-Mail Marketing weder Druck- noch Portokosten an. Dennoch solltest du ein realistisches Budget einplanen. Deine Newsletter müssen getextet und ansprechend gestaltet werden. Die Zielgruppe dieser Strategie sind Bestandskunden, Kunden die bereits auf deiner Seite waren und sich entweder für einen Newsletter angemeldet haben oder gegebenenfalls kostenfreien Mehrwert von deiner Seite erhalten haben. Dies kann  beispielsweise ein kostenfreies e-Book sein.

Die Option des kostenfreien Mehrwertes spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in deiner E-Commerce Strategie. Zum einen gewinnst du das Vertrauen deiner potenziellen Kunden – diese können sich einen Eindruck von deiner Qualität machen. Zum anderen gewinnst du weitere Empfänger für dein E-Mail Marketing. Der durchschnittliche Interessent benötigt 3-7 Impressionen, um zum Käufer zu werden. Dein E-Mail beziehungsweise Newsletter Marketing eignet sich hervorragend, um die Anzahl der Impressionen zu
erhöhen.

3. Social Media Marketing

Der Auftritt in den sozialen Medien gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Daumen, die Herzen und die geteilten Inhalte begleiten fast jede Person im Alter von 16-40 Jahren. Besonders bei dieser E-Commerce Strategie ist es wichtig, seine Zielgruppe genau zu kennen. Auf welchen Plattformen triffst du sie an? Welchen Mehrwert kannst du deiner Zielgruppe über Social Media zur Verfügung stellen? Im Folgenden stellen wir dir 3 Beispiele vor.

Facebook und Instagram

Der Facebook-Shop bietet dir die Möglichkeit, dein Instagram Profil damit zu verknüpfen. Auf beiden Plattformen spielt der Content eine sehr wichtige Rolle. Du kannst viel mit Storys und Reels arbeiten, die dein Produkt und dessen Mehrwert erklären. Auch Influencer Marketing ist eine Option, die Vertrauen in dein Produkt schafft, besonders wenn du neu auf dem Markt bist.

26,5 % der aktiven Facebook-Nutzer sind zwischen 18 und 29 Jahre alt. 18 % sind zwischen 30 und 39 Jahre alt
und weitere 18,2 % zwischen 40 und 46 Jahre.

Insgesamt kann man sagen, dass Instagram größtenteils junge Leute, zwischen 18 und Ende 30, anspricht. Die Altersgruppe mit den meisten Nutzern ist die der 25 bis 34-jährigen. In Deutschland allein gibt es mittlerweile knapp 20 Millionen Instagram User.

Vergleich Pinterest

Pinterest eignet sich dagegen sehr für Produkte, die keine Erklärung benötigen, beispielsweise Dekoartikel, Mode oder Kunst. Hier brauchst du ein tolles Bild, welches heraussticht und dein Produkt optimal in Szene setzt. Pinterest unterscheidet sich von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. Es geht um Inspirationen und das Entdecken von Inhalten. In der Vergangenheit hat sich Pinterest vor allem als Traffic-Lieferant etabliert. Das liegt unter anderem an der engen Verbindung zu Webseiten.

Basierend auf dem Pinterest Anzeigenmanager, nutzen über 13,5 Mio. Deutsche Pinterest und speichern jeden Monat über 4 Mio. Inhalte. Die Entwicklung zeigt, dass die Pinterest Nutzerzahlen auch in Deutschland stark gewachsen sind. Ein Zuwachs von über als 2 Mio. Nutzern und Nutzerinnen in einem Quartal beziehungsweise 8 Mio. in neun Monaten sind ein starkes Signal.

Der große Vorteil dieser E-Commerce Strategie ist der Kostenvorteil. Bei allen drei Plattformen benötigst du ein Benutzerprofil, welches du kostenfrei einrichten kannst. Die
Erstellung von Posts, Beitragen, Storys und Pins ist zwar ein zeitaufwendiger, aber unumgänglicher Faktor im Social Media Marketing. Du kannst die Erhöhung der Conversion durch Social Media Ads (bezahlte Suchanzeigen) optimieren. Erfahre hier mehr über das Thema E-Commerce: Erfolgsfaktor Social Media Marketing

Fazit

Schlussendlich lässt sich sagen, dass es nicht die eine perfekte Strategie gibt. Wie so oft heißt es auch im E-Commerce “die Mischung macht´s”. Wie eingangs erwähnt, ist es unerlässlich, deine Zielgruppe genau zu kennen und zu wissen, auf welchen Plattformen sie einkaufen und ihre Freizeit verbringen.

Egal für welche E-Commerce Strategie du dich im Schwerpunkt entscheidest, stelle sicher, dass dein (potenzieller) Kunde sich wohlfühlt, einen Mehrwert erhält und Vertrauen gewinnt. Die User Experience ist einer der wichtigsten Bausteine für deinen Online-Auftritt, ob Social Media, Marktplatz oder E-Mail Marketing. Plane dein Budget am besten großzügig und frage gegebenenfalls nach Unterstützung. Getreu dem Motto “Wer nicht plant, plant zu scheitern”, helfen wir dir gerne dabei, deine E-Commerce Strategie erfolgreich zu planen und umzusetzen. Einfach hier Kontakt aufnehmen und durchstarten!

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